Was genau ist Hypnose?

 

Jeder Mensch ist mindestens 2 Mal am Tag in einem Trancezustand, nämlich beim Einschlafen und Aufwachen. Auch bei automatisierten Tätigkeiten, wie zum Beispiel der täglichen Autofahrt zur Arbeit, wo man mit seinen Gedanken ganz wo anders ist, oder bei Tagträumen. Somit ist auch klar - Hypnose kann jeder... wenn er will.

Hypnose ist ein seit vielen Jahren im therapeutischen Bereich etabliertes und anerkanntes Verfahren - seit 2006 auch durch den wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie - als wissenschaftliche Behandlungsmethode. Keine Zauberei, kein Hexenwerk, sondern ein respektvolles Arbeiten in der Tiefe, am Ursprung des belastenden Themas.

Hypnose ist eine der effektivsten Psychotherapieverfahren überhaupt. Das "American Health Magazine" veröffentlichte im Jahr 2008 die Ergebnisse einer Vergleichsstudie:

 

Psychoanalyse:        38 % Verbesserung nach 600 Stunden

Verhaltenstherapie:  72 % Verbesserung nach 22 Stunden

Hypnosetherapie:     93 % Verbesserung nach 6 Stunden

 

 

Wie funktioniert Hypnose?

   

Es wird ein Zustand von tiefer körperlicher und geistiger Entspannung herbeigeführt. Für jeden fühlt sich diese sog. Trance anders an. Einige merken vor allem körperliche Veränderungen: Schwere oder Leichtigkeit, ein Kribbeln, das Gefühl, schief zu liegen, ein Flattern der Augenlider... Aber jeder spürt eine angenehme Entspannung, wie sie bislang selten erlebt wurde.

Weil die bildhafte Vorstellungskraft in Hypnose zunimmt, erleben viele es auch als tiefes Versunken sein, wie in einem faszinierenden Film – dem eigenen Film.

In diesem einerseits völlig entspannten, andererseits hochkonzentrierten Zustand gelingt es, am kritischen Faktor „Verstand“ vorbeizugleiten und so gewünschte Veränderungen in Ihrem Film vorzunehmen.

 

Und wie geht das?

  

Das Unterbewusstsein ist eine riesige Festplatte und hat jeden Augenblick Ihres Lebens gespeichert. Alle Erfahrungen, mögen sie auch noch so lange zurückliegen, sind abgelegt und beeinflussen unser heutiges Leben. So sind negative Glaubenssätze, Überzeugungen, Prägungen und Verhaltensweisen völlig unbewusst ablaufende Programmierungen, die wir alleine nicht greifen oder abstellen können. Oftmals sind sie durch Missverständnisse oder Fehlinterpretationen entstanden.

Die Kunst besteht zuerst einmal darin, Sie in einen möglichst tiefen Trancezustand zu führen. Denn je tiefer der Trancezustand, desto einfacher ist es, die verborgene Ursache Ihres Problems im Unterbewusstsein aufzuspüren. Dort wird sie - mit gezielter therapeutischer Veränderungsarbeit - aufgelöst. Erst dann ist es sinnvoll, die auf Sie und Ihr Problem individuell angepassten Suggestionen zu erteilen. Suggestionen sind Formulierungen die daraufhin wirken, die erwünschten Ziele zu erreichen. Nur wenn eine Suggestion von Ihnen akzeptiert und als passend gesehen wird, dann zeigt sie ihre Wirkung.

Gerade deswegen ist es wichtig, in einem Vorgespräch das Problem grundlegend zu erfassen und Ihre Ziele zu definieren. Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg - auch das Unterbewusstsein mag wissen, wohin es gehen soll.  

Die Mitarbeit des Klienten ist hierbei unerlässlich - die Bereitschaft und der unbedingte Wille zur Veränderung sind Voraussetzung, denn gegen die innere Überzeugung kann, will und darf ich als Hypnosetherapeutin nicht agieren.


Veränderungen durch Hypnose setzen in manchen Fällen unmittelbar nach der Hypnosesitzung ein. Manchmal braucht der Geist aber auch Zeit, Veränderungen in Ihrem Verhalten umzusetzen. Das kann ein paar Tage oder auch Wochen dauern. Deswegen macht es Sinn, 3-4 Sitzungen einzuplanen um den vollen Erfolg zu erzielen. Bei näherer Betrachtung kommen kleine Veränderungen sehr schnell nach der ersten Sitzung.

 

Ist jeder hypnotisierbar?

 

Grundsätzlich ist jeder hypnotisierbar der es wünscht und sich darauf einlässt und über eine normale Intelligenz verfügt. Hypnose - ist wie jede therapeutische Arbeit - Vertrauenssache.   

Die zwei Saboteure der Hypnose

1.    Ein starkes Kontrollbedürfnis – z. B.: aus Angst was in Hypnose geschehen kann. Oder aus der generell mangelndem Fähigkeit heraus, vertrauensvoll loszulassen.  

2.    Eine kritische und zu rationale Reflexion während der Hypnose: Überlegt ein Klient während er in Hypnose ist permanent „Bin ich nun in Hypnose, das fühlt sich ja ganz normal an, nicht wie ich es im Fernsehen vermittelt bekomme..??“ dann ist der bewusste Verstand zu sehr damit beschäftigt diesen Ist-Zustand mit einem erwarteten Soll-Zustand zu vergleichen. Das geht am Sinn der Hypnose vorbei. Als Vergleich: Wenn Sie schlafen möchten, dann erschwert ein ähnlicher Gedankengang „Bin ich nun schon fast dabei, einzuschlafen oder nicht?“ das Hinübergleiten in den Schlaf doch auch erheblich und Schlaf wird sich hier nur schwerlich einstellen.

 

 

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